Cost-per-Application: Definition, Einflussfaktoren & mehr

Die Cost-per-Application (kurz CPA) ist eine essentielle Recruiting KPI, die Unternehmen eindeutig aufzeigt, welche Kosten je Bewerbung der Recruiting Prozess verursacht. Im folgenden Artikel erhalten Sie grundlegende Informationen zu den Kosten, deren Berechnung und Einflussfaktoren sowie welcher Wert für die Cost-per-Application anzustreben ist und wie dieser in der Praxis optimiert werden kann.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Definition: Kosten pro Bewerbung
  • Bedeutung: Gewinnung von Talenten ohne finanzielle Nachteile
  • Berechnung: Gesamtkosten für die Rekrutierung / Anzahl der erhaltenen Bewerbungen
  • Einflussfaktoren: Cost-per-Hire, Time-to-Fill
  • Optimierung: Fokus auf bestimmte Kanäle, Stellenanzeigen anpassen, etc.
  • Guter Wert: weniger als 10% des Cost per Hire Durchschnitts

Definition der Cost-per-Application

Bei der sogenannten Cost-per-Application (CPA) handelt es sich um eine wichtige Kennzahl aus dem Themenbereich des Personalmarketing, die Aufschluss über die Kosten pro Bewerbung gibt. Dadurch gibt sie Aufschluss über den Erfolg der unternehmensinternen Ressourcen für das Recruiting neuer Mitarbeiter. Die Berücksichtigung dieser KPI ermöglicht es Unternehmen, ihre Strategien hinsichtlich des Personalmarketing zu optimieren und finanzielle Nachteile bestmöglich zu vermeiden.

Als relevante Recruiting-KPI ermöglicht der CPA Unternehmen, ihre Budgets besser zu planen, Ressourcen effizienter einzusetzen und die Wirksamkeit verschiedener Rekrutierungskanäle zu bewerten. Durch die regelmäßige Überwachung können Unternehmen ihre Rekrutierungsstrategien kontinuierlich optimieren, um talentierte Bewerber anzuziehen und gleichzeitig die Kosten im Griff zu behalten.

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Relevanz der CPA im Recruiting

Die Kennzahl für die Kosten pro Bewerbung unterstützt Unternehmen dabei, finanzielle Risiken im Personalmarketing zu minimieren und effektive Rekrutierungsmethoden zu identifizieren. Durch die Messung der Cost-per-Application wird eine präzise Analyse der finanziellen Ressourcen im Zusammenhang mit der Einstellung neuer Arbeitskräfte ermöglicht. Ein niedriger CPA deutet darauf hin, dass die Rekrutierungsmethoden effizient und die eingesetzten Ressourcen optimal genutzt werden. Unternehmen können anhand dieser Kennzahl ihre Rekrutierungsstrategien gezielt anpassen, um kosteneffizienter zu arbeiten und gleichzeitig qualifizierte Talente anzuziehen oder mehr Bewerbungen zu erhalten. Somit spielt die CPA eine entscheidende Rolle bei der Optimierung des Rekrutierungsprozesses und der Erreichung langfristiger Recruiting Ziele.

Empfohlene Cost-per-Application: Bewertung und Handlungsbedarf

Die Bewertung des Cost-per-Application sollte sowohl positive als auch negative Werte berücksichtigen, um effektive Rekrutierungsstrategien zu entwickeln. Wenn der CPA-Wert zu hoch ist, weist dies darauf hin, dass Verbesserungen vorgenommen werden müssen. Grundsätzlich kann es je nach Branche und Kontext variieren, welche Werte als zu hoch betrachtet werden. Es gibt allerdings Anhaltspunkte, welche Unternehmen bei der Bewertung ihrer Cost-per-Application behilflich sein können.

Es wird Unternehmen empfohlen, den Wert für die Cost-per-Application unter 10% der ⌀ Kosten für die Einstellung (CPH) zu halten. Grundsätzlich sollten aber die individuellen Gegebenheiten und Ziele den passenden CPA-Wert bestimmen.

Zum einen sind die Kosten pro Bewerbung möglicherweise zu hoch, wenn sie die durchschnittlichen Ausgaben für die Rekrutierung erheblich überschreiten oder das Firmenbudget zu stark beansprucht wird. Dies kann darauf hindeuten, dass die eingesetzten Ressourcen nicht effizient genutzt werden und Anpassungen im Rekrutierungsprozess erforderlich sind. Auf der anderen Seite kann ein zu niedriger Wert ebenfalls Bedenken aufwerfen. Dies könnte darauf hinweisen, dass zwar viele Bewerbungen eingehen, aber die Qualität der Bewerber gering ist oder dass nicht genügend Ressourcen in die Rekrutierung investiert werden, um hochqualifizierte Kandidaten anzuziehen.

Berechnung der Kosten pro Bewerbung

Die Cost-per-Application kann vergleichsweise einfach ermittelt werden. Sie wird durch die Division der Gesamtkosten für die Besetzung einer neuen Stelle durch die Anzahl der erhaltenen Bewerbungen berechnet. Die Gesamtausgaben umfassen typischerweise Werbekosten, interne Personalaufwendungen sowie Ausgaben für spezifische Technologien oder Dienstleistungen im Recruiting-Bereich. Durch regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Kosten können Unternehmen potenzielle finanzielle Nachteile erkennen und proaktiv handeln, um ihre Rekrutierungsstrategien zu optimieren.

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CPA-Einflussfaktoren

Verschiedene andere Kennzahlen, die für die Beurteilung des eigenen Recruiting-Prozesses notwendig sind, haben auch Auswirkungen auf die Cost-per-Application (CPA). Diese Faktoren können den Wert positiv oder negativ beeinflussen und sind daher wichtig, um den Gesamterfolg des Rekrutierungsprozesses zu verstehen und zu optimieren. Einflussfaktoren auf die CPA sind unter anderem:

  • Cost-per-Hire (CPH): Die Kosten pro Stellenbesetzung.
  • Time-to-Fill: Die Zeit bis zur Besetzung einer Stelle..
  • Effizienz des Rekrutierungsprozesses: Nötige Ressourcen für die Personalgewinnung.
  • Rekrutierungsstrategie: Wahl der Rekrutierungskanäle und -methoden.
  • Arbeitgebermarke: Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber.

Die CPA und die genannten Faktoren stehen in einer Wechselbeziehung, da eine effiziente Kostengestaltung zu einer Senkung der Gesamtausgaben für eine Einstellung führen kann, was wiederum dauerhaft die Cost-per-Application reduziert. Schnellere Einstellungen führen ebenfalls zu einer geringeren Cost-per-Application. Daher ist es wichtig, all diese Faktoren zu berücksichtigen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen, um die CPA zu optimieren.

Cost-per-Application verbessern

Um den Cost per Application zu verbessern, müssen mitunter Maßnahmen zur Anpassung und Optimierung von Stellenanzeigen ergriffen werden. Klare und ansprechende Stellenanzeigen können die Anzahl der Bewerbungen erhöhen und somit die CPA senken. Zudem ist es wichtig, günstige oder kostenfreie Rekrutierungskanäle gezielt zu nutzen, um die Rekrutierungskosten zu senken. Die Implementierung von Technologien zur Automatisierung des Rekrutierungsprozesses kann ebenfalls dazu beitragen, die Effizienz zu steigern und somit die CPA zu reduzieren. Eine gezielte Ansprache passender Kandidat·innen durch die Nutzung von Talentpools, Direktansprache oder Recruiting Kampagnen kann die Qualität der Bewerbungen verbessern und die Kosten senken. Darüber hinaus trägt ein starkes Employer Branding dazu bei, das Interesse qualifizierter Bewerber zu wecken und die Rekrutierungskosten zu senken. Maßnahmen zur Verbesserung der Cost-per-Application:

  • Anpassung und Optimierung von Stellenanzeigen
  • Nutzung von günstigen oder kostenfreien Rekrutierungskanälen
  • Implementierung von Technologien zur Automatisierung des Rekrutierungsprozesses
  • Gezielte Ansprache passender Kandidat·innen
  • Aufbau einer starken Arbeitgebermarke durch Employer Branding

Kosten pro Bewerbung: Best Practice

Im Idealfall werden Technologien genutzt, um sämtliche Kanäle, die zur Rekrutierung genutzt werden, zu analysieren. Dadurch können diejenigen mit der höchsten Konversionsrate und den niedrigsten Kosten ausfindig gemacht werden. Durch die gezielte Investition in diese effektiven Kanäle zusammen mit der Optimierung von Stellenanzeigen können Unternehmen also die Cost-per-Application senken und gleichzeitig qualifizierte Talente ansprechen. Darüber hinaus müssen die Recruiting-Strategien kontinuierlich aktualisiert und an Veränderungen angepasst werden, damit die Kosten langfristig stabil bleiben. Best Practices zur Senkung der Cost-per-Application:

  • Nutzung von Technologien zur Analyse der Rekrutierungskanäle
  • Gezielte Investition in Kanäle mit hoher Konversionsrate 
  • Gezielte Investition in Kanäle mit niedrigen Kosten pro Bewerbung
  • Optimierung von Stellenanzeigen für bessere Performance
  • Kontinuierliche Aktualisierung und Anpassung der Recruiting-Strategien

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Fazit zu Cost-per-Application

Mit der Recruiting-KPI Cost-per-Application können Unternehmen besonders relevante Informationen hinsichtlich ihrer Rekrutierungs-Bemühungen gewinnen. Durch die Ermittlung der Kosten können also die Methoden zur Gewinnung neuer qualifizierter Arbeitskräfte sowie die Nutzung der Ressourcen optimiert werden. Letztendlich hilft diese Kennzahl also dabei, Talente zu den bestmöglichen finanziellen Bedingungen anzustellen.

Die Cost-per-Application dient als wichtiger Indikator für die Effizienz des Rekrutierungsprozesses und ermöglicht es Unternehmen, ihre Rekrutierungsstrategien kontinuierlich zu verbessern. Durch die Senkung der Kosten können Unternehmen nicht nur finanzielle Ressourcen einsparen, sondern auch qualifizierte Talente effektiver ansprechen und einstellen.

FAQ: Cost-per-Application

Was misst die Cost-per-Application?

Diese Kennzahl misst die Ausgaben, die einem Unternehmen für jede eingehende Bewerbung entstehen. 

Wie kann man die Kosten pro Bewerbung berechnen?

Die Kosten pro Bewerbung lassen sich berechnen, indem man die Gesamtkosten für die Einstellung durch die Anzahl der erhaltenen Bewerbungen teilt.

Wie lässt sich die CPA optimieren?

Die Recruiting-KPI CPA kann man unter anderem durch die Verbesserung von Stellenanzeigen sowie durch den Fokus auf die lukrativsten Kanäle optimieren.