Active Sourcing

Active-Sourcing-Anschreiben: 6 Praxiserprobte Inspirationen für Ihre Direktansprache

Michael Rothschädl
8 min.

In Zeiten, in denen immer mehr Unternehmen auf eine aktive Suche nach passenden Kandidat·innen setzen, ist es zunehmend schwieriger geworden, sich in der Direktansprache abzuheben. Tatsächlich ist ein gelungenes Active-Sourcing-Anschreiben aber eines der zentralen Mittel für Sie im Recruiting, um trotz gesteigerter Konkurrenz hohe Antwortraten zu erzielen und so für maximalen Erfolg in der Personalgewinnung zu sorgen. In diesem Beitrag erhalten Sie sechs praktische Tipps, die Ihre Direktansprache besser machen.

Wieso Sie an Ihrem Anschreiben arbeiten sollten

Immer mehr Unternehmen haben erkannt, dass Recruiting heute rein über passive Kanäle schlicht und einfach nicht mehr funktioniert. Die logische Konsequenz: Die Zahl an Dienstleistern und Active-Sourcing-Fachkräften in Unternehmen steigt stetig. Für Active-Sourcing-Expert·innen bedeutet dies im Umkehrschluss eine gesteigerte Konkurrenz im Active-Sourcing-Anschreiben und der Direktansprache – und damit die Notwendigkeit, sich von Mitbewerber·innen abzuheben.

Für IT-Fachkräfte ist es keine Seltenheit mehr, dass wöchentlich zwischen 10 und 15 Job-Anfragen im Postfach landen. „Wir erleben derzeit ein deutlich reduziertes Antwortverhalten bei den Talenten, weil immer mehr Anbieter·innen auf den Markt strömen, die versuchen, mit dem großen Potential an nicht aktiv Job-Suchenden schwierig zu besetzende Stellen zu füllen“, erklären Kristin Geiger und Svenne Nielsen vom onlyfy TalentService by XING. Unser Active Sourcing Team hat aus der Not eine Tugend gemacht und im letzten Quartal ein großes AB-Experiment gestartet, um die eigene Antwortrate nachhaltig zu steigern.

Infografik: Im Zuge des Active-Sourcing-Experiments wurden 14.000 Nachrichten versendet und dir qualifizierte Antwortrate konnte von 47 % auf 57 % gesteigert werden.

Mit dem großen Active-Sourcing-Experiment konnte die qualifizierte Antwortrate von 47 % auf 57 % gesteigert werden. „Unser Ziel war es, unsere Komfortzone zu verlassen und neue Ansprachen fernab des Gewohnten zu finden, die bei den Talenten wirklich gut ankommen“, erklären die Recruiting-Expertinnen. Mit Erfolg: Die qualifizierte Antwortrate aus über 14.000 versendeten Nachrichten im Team konnte von 47 auf 57 Prozent gesteigert werden. Das möchten Sie auch? Erfahren Sie in diesem Blog-Beitrag, wie Sie mit sechs Tipps Ihre Ansprache verbessern können – und so Ihr Active Sourcing auf ein neues Level heben!

1. Neugierig machen mit Fun & Random Facts

Was ist rund und liegt unter einem Baum? Ein schattiges Plätzchen natürlich! Schonmal gehört? Vielleicht. Im beruflichen Kontext? Bestimmt nicht! „Mit ungewöhnlichen Ansprachen wie dieser ist es uns gelungen, direkt das Interesse der Talente zu wecken und dadurch weitaus leichter ins Gespräch zu kommen“, erklären Svenne und Kristin vom onlyfy TalentService. „Wichtig ist natürlich, einen guten Übergang zur entsprechenden Stellenanzeige parat zu haben – und ganz besonders, dass die Ansprache zum Talent wie auch zum Unternehmen passt.“

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2. Durch Hobbys im Active-Sourcing-Anschreiben Nähe schaffen

Es sind nicht immer nur die Stationen im Lebenslauf, die Hard Skills oder der akademische Background: Nein, vielmehr gewinnt es stetig an Bedeutung, dass ein Talent als Mensch auch wirklich zum Unternehmen und Kultur passt. Und wieso deshalb nicht auch im Active-Sourcing-Anschreiben auf die Hobbys interessanter Kandidat·innen eingehen?

„Das war bestimmt die Ansprache, die für uns am meisten Erfolg gebracht hat. Statt wie zuvor lediglich auf die Qualifikationen des Talents einzugehen, haben wir uns hier auf die Hobbys fokussiert – und konnten die Rückmeldequote um bis zu 30 % steigern“, erklären die Recruiting-Profis. Eine gesteigerte Rückmeldequote ist übrigens auch ein gutes Indiz, dass Sie von Beginn an eine attraktive Candidate Experience zu bieten haben – setzen Sie hier unbedingt in dieser Tonart fort.

3. Als Recruiter·in Profil zeigen

Dass ein·e Recruiter·in ein Talent kennenlernen möchte, liegt auf der Hand. Aber wieso soll das in die andere Richtung nicht auch der Fall sein? „Authentizität, aber auch Sympathie spielen in der Ansprache eine wesentliche Rolle. Gerade deshalb ist es wichtig, auch als Recruiter·in Profil zu zeigen“, unterstreichen Kristin und Svenne. „Diese persönliche Note eignet sich perfekt, um initial ins Gespräch zu kommen – und langsam auf das Wesentliche, die zu besetzende Position, überzuleiten.“

4. Transparenz macht Freude

Mit wem werde ich künftig zusammenarbeiten? In welchem Rahmen wird sich mein Gehalt bewegen? Was macht das Unternehmen als Arbeitgeber aus? Fragen, die sich im Bewerbungsgespräch natürlich klären werden. Aber wäre es nicht besser, diese Infos bereits vorab zu haben? Ja! „Offenheit und Transparenz bereits in der Erstansprache führen immer wieder zu positiven Rückmeldungen von potenziellen Kandidat·innen. Diese wissen dann von Beginn an, woran sie sind, und können eine fundierte Entscheidung treffen – schon vor dem ersten Gespräch“, betonen Svenne und Kristin.

Klar, auf die Unternehmenshomepage des potenziellen Arbeitgebers zu verlinken, das kennt doch jeder. Aber wie wäre es mit einem Link zum persönlichen Outlook-Kalender, um die Terminvereinbarung bequem zu gestalten? Oder mit einem Link zur Stellenanzeige der entsprechenden Position, um nicht alle Key Facts in der Erstansprache unterbringen zu müssen?

„Durch die Verlinkung der Job Ad können wir das Anschreiben kürzen und uns eher auf das konzentrieren, das die Position oder die Employer Brand besonders attraktiv macht. Wenn man bedenkt, dass über 67 % der User·innen die Plattform über ein mobiles Endgerät nutzen, spielt die Länge und Lesbarkeit der Nachricht natürlich eine ungemein wichtige Rolle“, erklären Svenne und Kristin.

6. Emojis, Kultur & Co – Nur kein 0815!

Menschen lesen online anders. Fakt. Daran müssen auch Recruiter·innen denken, wenn Sie eine Direktnachricht formulieren. Emojis und Fettungen sind gelernte Muster, lockern den Text auf und erhöhen die Lesbarkeit – alles, um die Nachricht für Talente attraktiver zu machen. Der passende Inhalt darf natürlich auch nicht fehlen. Stichwort: Unternehmenskultur statt Obstkorb.

„Überzeugen Sie interessante Talente mit den Benefits, mit den wahren Alleinstellungsmerkmalen Ihrer Unternehmenskultur – das ist es, was Talente heute von einem Arbeitgeber begeistert“, unterstreichen die Recruiting-Profis vom onlyfy TalentService by XING. Nutzen Sie also von Beginn an Ihre Arbeitgeberattraktivität, um in der Direktansprache für gute Ergebnisse zu sorgen.

Fazit: Active-Sourcing-Anschreiben

Steigt die Konkurrenz im Active Sourcing, so gilt es, kreativ zu werden. Und zwar dort, wo der Erstkontakt mit Talenten stattfindet: im Active-Sourcing-Anschreiben. Dass hier neue, unübliche und kreative Ideen einen echten Wettbewerbsvorteil darstellen, haben die Recruiting-Profis vom onlyfy TalentService by XING auf Basis von über 14.000 Nachrichten im letzten Quartal bewiesen.

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Doch nicht für jedes Unternehmen passen diese Ansprachen, deshalb haben Svenne und Kristin noch einige wichtige Tipps für Ihr Active-Sourcing-Anschreiben:

  • Authentizität ist der Schlüssel: Die Ansprache muss auch wirklich zu Ihnen als Recruiter·in, zum Unternehmen und zum Talent passen. Wählen Sie etwa eine lockere Du-Ansprache, dann sollte sich dieser Kommunikationsstil auch vom ersten Bewerbungsgespräch mit dem Talent bis hin zum ersten Arbeitstag fortsetzen.
  • Ohne Anpassungsfähigkeit geht es nicht mehr: Der Recruiting-Markt wandelt sich radikal, schnell und stetig. Recruiter·innen müssen diesen Veränderungen Rechnung tragen und sich auch im Active-Sourcing-Anschreiben Tag für Tag weiterentwickeln.
  • Wer nicht wagt, der nicht gewinnt: Die Recruiting-Profis vom onlyfy TalentService by XING haben mit dem Active-Sourcing-Experiment ihre Komfortzone im Active-Sourcing-Anschreiben verlassen – und wurden dafür mit großartigen Antwortraten belohnt. Etwas Neues zu versuchen, eröffnet häufig ungeahnte Möglichkeiten. Auch und insbesondere im Active Sourcing.
  • Alles eine Kulturfrage: Talente sind mehr und mehr auf der Suche nach Unternehmen, die zu ihnen als Mensch passen. Demensprechend hoch ist der Stellenwert, den die Unternehmenskultur bei der Job-Wahl einnimmt. Jetzt ist es an der Zeit, um an Ihrer Employer Brand zu schrauben – denn diese hat direkte Auswirkungen auf Ihre Ansprache.

Fröhliche Direktansprache!

Sie möchten wissen, was Sie beim Active-Sourcing-Anschreiben für die Gen-Z beachten müssen? In unserem Blog-Artikel finden Sie praxisnahe Expert·innen-Tipps!


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