Employer Branding

12 Gründe für Employer Branding in Ihrem Unternehmen

Yee Wah Tsoi
7 min.

Sie möchten einen neuen Fernseher kaufen. Wie gehen Sie vor? Gehen Sie in ein Kaufhaus, nehmen das günstigste Gerät mit und hoffen, dass Sie eine gute Entscheidung getroffen haben? Oder machen Sie es wie die allermeisten Menschen heutzutage: Sie achten auf die Marke, von der Sie schon viel Gutes gehört haben – dank erfolgreichem Employer Branding. Sie lesen sich im Netz nicht nur Testberichte, sondern auch Erfahrungsberichte akribisch durch, sodass Sie am Ende oft mehr wissen als die Verkäufer·innen vor Ort. Im Zuge der Digitalisierung können sich Menschen heutzutage wesentlich leichter informieren. Dies gilt auch bei der Auswahl des passenden Arbeitgebers. Denn mal ehrlich: Über die Wahl des Arbeitgebers macht man sich wohl weitaus mehr Gedanken als über einen neuen Fernseher. Dass Unternehmen heute richtig gutes Employer Branding betreiben müssen, um die Aufmerksamkeit potenzieller Arbeitskräfte auf sich zu ziehen, ist bekannt. Aber wussten Sie, dass eine gute Arbeitgebermarke zahlreiche positive Effekte auf Ihr Unternehmen hat?

So wirkt Employer Branding in der Außenwahrnehmung

Das richtige Employer Branding kann Ihrem Unternehmen in vielfacher Hinsicht weiterhelfen – und zwar nicht nur in der Außenwahrnehmung, sondern auch innerhalb Ihres Unternehmens. Erfahren Sie jetzt, wie sich Employer Branding auf die externe Wahrnehmung auswirkt.

1. Sie profitieren von einer klaren Arbeitgebermarke

Eine klare Arbeitgebermarke ist das A und O. Sie ist das Ergebnis einer erfolgreichen Employer Branding Strategie. Sie fragen sich gerade, ob Ihr Unternehmen eine starke und eindeutige Arbeitgebermarke besitzt? Überlegen Sie, was Bewerber·innen in Bewerbungsgesprächen zu Ihrem Unternehmen sagen. Was sind die meistgenannten Gründe, weswegen Job-Suchende ausgerechnet bei Ihnen anfangen wollen und was erwarten diese von Ihnen als potenziellen Arbeitgeber? Wenn Sie sich wiedererkennen: Herzlichen Glückwunsch! Sollten Sie das Gefühl haben, Ihr·e Bewerber·in spräche über eine völlig andere Firma, sollten Sie die Eindeutigkeit Ihrer Arbeitgebermarke und die externe Kommunikation überprüfen.

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2. Sie grenzen sich gegenüber dem Mitbewerb ab

„Steigen Sie beim Marktführer für (Produkt X) ein. Sie erhalten ein attraktives Gehalt und Möglichkeiten zur Weiterbildung!“ – solche generischen Texte liest man in Stellenanzeigen immer wieder. Mit dem richtigen Employer Branding können Sie Ihre individuelle Stärke in den Mittelpunkt stellen und mit Ihrer Einzigartigkeit beim Gegenüber punkten.

3. Sie erhöhen die Qualität und Quantität der Bewerber·innen

Je besser sich ein·e Bewerber·in im Vorfeld auf Ihr Unternehmen vorbereiten konnte, umso höher ist die Chance, dass die Person auch kulturell zu Ihnen passt. Nichts ist schlimmer als jemanden im Gespräch sitzen zu haben, bei dem Sie bereits nach wenigen Minuten wissen, dass die gemeinsamen Erwartungen meilenweit auseinandergehen. Und mit einer authentischen und attraktiven Arbeitgebermarke verschaffen Sie sich natürlich auch Ansehen. So etwas spricht sich rum.

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4. Sie erhalten mehr Mitarbeiter·innen-Empfehlungen

Für jedes Unternehmen ist es ein kleiner Ritterschlag, wenn die Mitarbeiter·innen auf ihren Arbeitgeber stolz sind und ihren Mitmenschen davon erzählen. Wenn es sich um ein Unternehmen mit einer bekannten Arbeitgebermarke handelt, nehmen Sie Ihren Mitarbeiter·innen eine ganze Menge Erklärungsbedarf ab. Letztere können dann ganz einfach ohne Umschweife die offene Stelle schmackhaft machen.

5. Sie steigern Ihre Bekanntheit

Dieser Punkt ist selbsterklärend. Nicht nur die Produkte oder die Serviceleistung Ihrer Firma tragen zur Bekanntheit bei, sondern auch Ihre Employer-Branding-Aktivitäten. Positionieren Sie sich in den Köpfen potenzieller Bewerber·innen als Top-Arbeitgeber.

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6. Sie profitieren intern von einer klaren Arbeitgebermarke

Extern wie intern: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Arbeitgeber-Positionierung auch zu Ihren Mitarbeiter·innen durchdringt – und zwar auf jeder Ebene. Eine klare, vorgegebene Arbeitgebermarke macht es für alle Beteiligten einfacher, mit dieser im Alltag zu arbeiten und zu leben. Die richtige interne Kommunikation Ihrer Marke ist der Ausgangspunkt für vielerlei positive Effekte.

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7. Sie steigern die Arbeitgeber-Attraktivität unter bestehenden Mitarbeiter·innen

Es ist ja kein Geheimnis mehr, dass heutzutage nur noch wenige Mitarbeiter·innen jahrzehntelang beim selben Arbeitgeber bleiben. Denn irgendwo – so die Hoffnung – ist das Gras immer grüner. Also bleiben Sie am Ball und vergessen Sie im War for Talents nicht Ihre eigenen Mitarbeiter·innen. Arbeiten Sie aktiv daran, Ihre Arbeitgebermarke im eigenen Unternehmen publik zu machen. Besonders wichtig für die Durchdringung der Brand sind die internen Kommunikationsapparate wie etwa die interne Kommunikation, Human Resources und nicht zuletzt die Geschäftsführung.

8. Sie verbessern die Beziehung der Mitarbeiter·innen untereinander

Mit einer klaren Positionierung Ihrer Arbeitgebermarke im Unternehmen schaffen Sie im Kreis Ihrer Mitarbeiter·innen eine hervorragende Basis für ein gemeinsames Grundverständnis. Sie wollen, dass alle an einem Strang ziehen? Dann sorgen Sie dafür, dass Ihre Mitarbeiter·innen wissen, wofür Sie als Arbeitgeber stehen und welchen Anteil jeder am gemeinsamen Erfolg des Unternehmens hat.

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9. Sie müssen weniger neu einstellen

Mitarbeiter·innen, die sich mit ihrem Arbeitgeber identifizieren können, bleiben tendenziell länger. Damit sich Ihre Mitarbeiter·innen mit Ihnen identifizieren können, müssen sie die Position des Arbeitgebers kennen. Mit einer klaren Arbeitgebermarke können Sie dafür sorgen, dass Ihre Mitarbeiter·innen länger bleiben und Sie nicht ständig neu einstellen müssen.

10. Sie erhöhen das Engagement der Mitarbeiter·innen

Ein starkes Employer Branding schafft gemeinsame Identifikationspunkte zwischen Mitarbeitern und Unternehmen. Wenn Mitarbeiter sich mit den Werten, der Mission und der Kultur ihres Arbeitgebers identifizieren können, steigt ihr Engagement automatisch. Sie fühlen sich stolz darauf, Teil des Unternehmens zu sein, und sind motiviert, ihr Bestes zu geben. Dieses erhöhte Engagement führt zu einer höheren Produktivität, einer niedrigeren Fluktuationsrate und einem insgesamt positiveren Arbeitsumfeld..

11. Sie senken die Fluktuation und behalten Wissen im Unternehmen

Die Innovationskraft eines Unternehmens ist größtenteils in den Köpfen der Mitarbeiter·innen verankert. Wenn jemand ausscheidet, verlieren Sie nicht nur eine Arbeitskraft, sondern wertvolles Wissen, das Sie im Wettbewerb voranbringen soll. So wie Sie versuchen, neue Bewerber·innen zu gewinnen, sollten Sie daher mindestens genauso viel Mühe für den Erhalt von Mitarbeiter·innen an den Tag legen.

12. Sie steigern die Produktivität Ihres Unternehmens

Eine starke Arbeitgebermarke, die auf Werten wie Unterstützung, Wertschätzung und Teamarbeit basiert, kann die Produktivität des Unternehmens erheblich steigern. Mitarbeiter, die sich mit der Arbeitgebermarke identifizieren, sind tendenziell motivierter und engagierter. Sie fühlen sich wertgeschätzt und unterstützt, was dazu beiträgt, dass sie ihre Arbeitsaufgaben effizienter und mit höherer Qualität erledigen. Diese gesteigerte Produktivität wirkt sich direkt auf die Rentabilität des Unternehmens aus, da effizientere Prozesse und eine höhere Leistung erzielt werden können.

Fazit

Mit dem richtigen Employer Branding und einer starken Arbeitgebermarke machen Sie nicht nur extern eine gute Figur, sondern schaffen auch intern zahlreiche positive Effekte. Erlangen Sie mit der richtigen Employer-Branding-Strategie die Pole Position auf dem Arbeitsmarkt und tragen Sie gleichzeitig Ihren Teil am wirtschaftlichen Erfolg Ihres Unternehmens bei.

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