Passive Sourcing

Spotify im Recruiting: Warum der Streaming-Riese auch in der Personalgewinnung Sinn macht

Michael Rothschädl
5 min.
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Spotify hat etwas Paradoxes geschafft: Einerseits hat der Streaming-Riese die Art und Weise, wie wir Musik hören, revolutioniert. Andererseits setzt das Unternehmen auf etwas höchst Traditionelles: Radio-Werbung im digitalen Raum. Nutzer·innen ohne bezahltes Premium-Profil erhalten auf Spotify individualisierte Werbung ausgespielt. Dabei unterscheidet sich der Kanal nur noch minimal von Social-Media-Kanälen. Womit Spotify auch für das Recruiting interessant wird.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wieso Recruiting über Spotify durchaus erfolgversprechend ist und wie Sie die Streaming-Plattform bestmöglich in Ihren Kanal-Mix integrieren – Expertinnen-Einschätzung von Valerie Hamann von unserem Partner TalentBait inklusive.

Warum Kanäle wie Spotify im Recruiting wichtig werden

Nahezu sämtliche Unternehmen stehen heute vor der Herausforderung, dass nicht ausreichend Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen eingehen. Die eine Plattform, über die Stellenanzeigen eine Vielzahl an Bewerbenden erzielen, gibt es nicht mehr. Deshalb ist es wichtig, bei der Veröffentlichung von Stellenanzeigen auf einen breiten Kanal-Mix zu setzen, um verschiedene Kontaktpunkte mit interessanten Talenten zu haben. In diesem Zusammenhang gewinnt der Begriff der Candidate Journey an Relevanz.

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Wie eine gelungene Candidate Journey mit Spotfiy aussehen könnte

Dazu ein Beispiel: Die fiktive Stefanie ist zwar nicht aktiv auf der Suche nach einem Job, grundsätzlich aber immer interessiert an spannenden Angeboten. Durch einen Spotify Werbespot kommt sie erstmals mit Ihrem Unternehmen in Kontakt. Dieser erste Kontakt führt selten direkt zur Bewerbung. Im Fall von Spotify springt Stefanie nach einigen Sekunden bereits in den nächsten Lieblingssong, behält Ihr Unternehmen aber in Erinnerung. Diese wird wieder wachgerufen, als sie am nächsten Tag auch auf Instagram mit der Stellenanzeige konfrontiert wird.

Stefanie entschließt nun, sich tiefergehend über das Unternehmen zu informieren und ruft das Unternehmensprofil auf kununu auf. Neben den Informationen zur Unternehmenskultur, Bewertungen und Gehaltsinsights sieht sie auch die betreffende Stellenanzeige als Sales-Manager·in. Über die diversen Kontaktpunkte der Candidate Journey ist es Ihnen gelungen, Stefanie von Ihrem Unternehmen zu überzeugen. Direkt auf kununu klickt sie auf Ihre Stellenanzeige und bewirbt sich – dank XING Sofort-Bewerbung bequem mit nur einem Klick.

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Die Rolle von Spotify im Recruiting

Spotify gehört für Millionen von Menschen zum Alltag. In der Bahn, abends auf der Couch oder im Auto – Lieblingssongs oder Podcasts werden heute vorrangig gestreamt. Und zwar hauptsächlich über Marktführer Spotify. 456 Millionen aktive Nutzer·innen verzeichnet der Anbieter weltweit – mehr als 50 % davon nutzen die werbegestützte Version, können also über Stellenanzeigen auf Spotify erreicht werden. Am besten sprechen Sie hier die junge Zielgruppe an: 60 % der User·innen sind unter 34. Ein weiterer entscheidender Vorteil: Anders als bei Job-Börsen erreichen Sie über Spotify auch jene Talente, die gerade nicht aktiv auf Job-Suche sind – Sie steigern also die Reichweite Ihrer Anzeige und erschließen neue Zielgruppen.

Dabei ermöglicht es Ihnen Spotify, Ihre Zielgruppe treffsicher anzusprechen: „Anhand demografischer Merkmale und Interessen ermöglicht Spotify zielgruppengenaue Stellenanzeigen. Diese werden entweder als 30-sekündige Audiowerbung oder als kurze Videosequenzen und Banneranzeigen platziert“, erklärt Valerie Hamann von TalentBait. Mit diesem führenden Anbieter von Social-Recruiting-Kampagnen arbeitet onlyfy zusammen, um Unternehmen einfachen Zugang zu hoher Reichweite für Stellenanzeigen zu bieten.

„Je breiter der Kanal-Mix, desto größer die Reichweite der Stellenausschreibung. Vor allem die Kombination aus visuellen und auditiven Kanälen sorgt dafür, dass Arbeitgebermarken stärker im Gedächtnis bleiben“, sagt die Spezialistin.

Wie eine Recruiting-Kampagne über Spotify in der Praxis aussehen könnte, das haben Valerie Hamann und Isabell Gessat von der New Hiring Academy in unserer jüngsten Expert-Session zum Einsatz von Spotify im Recruiting gezeigt.

Expert Session

New Hiring mit Spotify Recruiting


Erhalten Sie in dieser Session mit Valerie Hamann und Isabel Gessat einen Überblick über Social Media Recruiting, insbesondere durch Spotify. Lernen Sie, wie Sie passive Kandidaten ansprechen das Digital Audio Recruiting optimal nutzen.

Fazit

Insgesamt zeigt sich am Beispiel Spotify eindrucksvoll, dass es heute nicht mehr ausreicht, Stellenanzeigen über einen einzigen Kanal auszuspielen. Vielmehr ist es für Unternehmen ratsam, auf einen breiten Kanal-Mix zu setzen. „In Zeiten des Fachkräftemangels sind Arbeitgeber händeringend auf der Suche nach qualifizierten Bewerber·innen. Der Schlüssel ist ein Kennenlernen auf Augenhöhe und auf den richtigen Kanälen“, betont auch Valerie von TalentBait.

Die richtigen Kanäle sind auch der springende Punkt: Unternehmen müssen auf diversen Job- und Social-Media-Plattformen präsent sein, um heute zielgerichtet Ihre Wunschtalente zu erreichen. Ein wichtiges Puzzle-Stück: Ohrwurm-Recruiting über Spotify.

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