Recruiting-Wissen

Wie man die Generation Y durch modernes Recruiting erreicht und wie man sie hält

Yee Wah Tsoi
4 min.
Die Generation Y ist mit traditionellem Recruiting kaum noch zu erreichen.

Leben in der Bubble

Die Generation Y ist in einem digital geprägten Umfeld aufgewachsen. Technik ist aus ihren Leben heute nicht mehr wegzudenken. Gerade auch, weil sie Kommunikationsmedium ist. Neben ihrer hohen Technikaffinität wird die Generation Y durch ihr hohes Bildungsniveau charakterisiert. Das macht sie selbstbewusst und sie weiß genau, was sie will. Womit Sie punkten können, um freie Vakanzen und erfolglose Stellenausschreibungen zu vermeiden:

Den Kontakt überhaupt erst einmal herstellen

Millennials sind im Social Web zu Hause und dort funktioniert Kommunikation einfach anders. Aufmerksamkeit und persönliche Bewertung spielen für die ersten Digital Natives eine entscheidende Rolle. Um gute Talente zu gewinnen, müssen sich Recruiter·innen genau darauf einstellen. Dabei gilt es aber nicht, das Rad neu zu erfinden.

Denn auch heute schon steht der Mensch in all seinen Facetten beim Recruiting im Vordergrund und wir setzen auf Human-to-Human. Die Herausforderung besteht also vorrangig darin, die Mensch-zu-Mensch-Interaktion in den digitalen Bereich zu überführen, um auch online geeignete Kandidat·innen zu finden und gezielt anzusprechen. Ads auf den verschiedenen Social Media Kanälen sind ein Weg, in die Filterblase der Generation Y zu gelangen.

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Transparenz

Junge Fachkräfte und Azubis wollen schon vor der Bewerbung wissen, worauf Sie sich einlassen. Offene und authentische Kommunikation zum Beispiel in den sozialen Medien sind deshalb wichtig, um die Arbeitgebermarke positiv nach außen zu kommunizieren. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen können hier von sich überzeugen, denn sie müssen meistens weniger Vertraulichkeitsvorschriften als große Konzerne berücksichtigen.

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Freiraum und Verantwortung

Natürlich ist ein angemessenes Gehalt weiter wichtig. Doch spielen ehrliches Interesse und die tatsächliche Leidenschaft für einen Job eine große Rolle – Sinn schlägt Geld. Prestigeträchtige Jobs und hohe Gehälter rücken zugunsten von spezialisierten Fachkarrieren und immateriellen Leistungen in den Hintergrund. Auch ein positives Arbeitsumfeld und Anknüpfungspunkte zu ihrem agilen, aktiven Lebensstil sind gefragt. Der große Unternehmergeist der Generation Y unterstreicht diese Einstellung. Lieber nimmt sie etwas selbst in die Hand, als auf ihre Vorlieben und Prioritäten zu verzichten. Ihren Arbeitsplatz möchte sie deshalb aktiv mitgestalten und sich fachlich und persönlich weiterentwickeln.

Flexible Arbeitsmodelle

Unternehmen, die sich flexibel an die privaten Umstände ihrer Mitarbeiter·innen anpassen können, punkten ebenfalls im Recruiting. Wer mit Home-Office und flexible Arbeitszeitmodelle die gesunde Work-Life-Balance seiner Mitarbeiter·innen unterstützt, katapultiert sich auf der Liste der Wunscharbeitgeber·innen ganz nach vorn. Übrigens: Job-Sharing ist eine gute Möglichkeit für Firmen, die auf Vollzeitkräfte eigentlich nicht verzichten können oder wollen.

Zusatzleistungen

Was sind schon ein paar Euros mehr auf dem Konto, wenn man ebenso gut eine Pendler-Fahrkarte oder die Mitgliedschaft im Fitnessstudio bezuschusst kriegen kann – denkt sich die Generation Y. Und lässt sich widerstandslos auch mit der Finanzierung eines Krippenplatzes für den Nachwuchs einfangen – sofern auch die oben genannten Bedingungen stimmen.

Weiterbildung

Unternehmen, die das volle Potenzial ihrer jungen Mitarbeiter·innen entfalten wollen, sollten sich mit den Themen Work-Life Balance und Lifelong Learning auseinandersetzen. Millennials haben ein großes Interesse daran, immer neue Dinge zu lernen und Tools auszuprobieren, um sich auf dem Laufenden zu halten. Sie stellen sich gerne Herausforderungen, welche den Alltag und die Arbeit erleichtern können oder Spaß bereiten. Ein unumgänglicher Teil davon sind auch klare Aufstiegsmöglichkeiten und Fortbildungen für die ständige persönliche Entwicklung.

Digitale Recruiting-Prozesse bei der PageGroup

Als Expert·innen im Personalbereich beschäftigen wir uns intensiv mit der richtigen Ansprache der Generation Y. Die PageGroup ist im Bereich Social Recruiting sehr aktiv und nutzt Social Media Kanäle für die aktive Suche nach Bewerber·innen. Millennials können die PageGroup sowie ihre Marken Michael Page und Page Personnel auf Karriereplattformen wie auch auf Facebook und Twitter finden. Zudem ist es einfach möglich, sich online zu bewerben. Bewerber·innen können ein Konto anlegen, um beispielsweise ihren Bewerbungsstatus jederzeit abzurufen. Der Lebenslauf kann einfach via XING übermittelt werden. Das ist auch für uns praktisch und so lernen wir aus dem engen Austausch mit der neuen Generation.

Anmerkung der Redaktion: Als Experte im Personalbereich beschäftigt sich unser langjähriger Kunde, die PageGroup, intensiv mit der richtigen Ansprache der Gen Y. Goran Barić, Geschäftsführer der PageGroup Deutschland, erklärt u. a. wie sich Unternehmen auf die Eigenheiten, Vorlieben und Prioritäten der nachwachsenden Generation einstellen können.

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